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Thema: Apfel (Obst) Malus

  1. #1
    Admin Avatar von lipp
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    Apfel (Obst) Malus

    aus dem alten Forum:

    Cora
    Alte Apfelsorten
    « am: 13. Februar 2009 um 14:43 »
    Hi,

    interessiert Ihr Euch auch für Historische Apfelsorten? Und wenn ja, was habt Ihr für welche in Euren Gärten?
    Ich finde es großartig, dass man solche lebenden "Museumsstücke" heute noch pflanzen kann. Und, dass man sich dabei vorstellen kann, wie die selben Äpfel schon im Mittelalter oder vor zweihundert Jahren angebaut wurden, vielleicht in Pommern oder Böhmen, oder - und das ist das allerbeste, finde ich - in der eigenen Gegend. Stichwort Alte Lokalsorten!
    Leider habe ich mich erst für Historisches Obst allgemein interessiert, und bin erst dann drauf gekommen, dass die Historischen Lokalsorten ja am interessantesten wären, weil man sich dann nicht nur mit der Kulturgeschichte, sondern auch mit der Heimatgeschichte verbunden fühlt.
    Deswegen habe ich leider keinen einzigen ureigenst Hessischen Appel ...

    Cora
    P.S. eine von vielen Bezugsquellen:
    http://s131324291.einsundeinsshop.de...549e84a6fbf599 /shopdata/index.shopscript

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #1 - am: 06. August 2009 um 15:58 »
    Schaut mal, kriegt ihr da nicht endlich Lust auf Obstanbau?
    Hier die rotblühende Sorte Roter Mond, mit rotem Fruchtfleisch, darunter die Ananasrenette, z.B. von Christine Brückner in Jauche und Levkojen erwähnt, und DArunter die Krönung: Mein Roter Herbstkalvill, eine topleckere, süße Sorte aus dem 16. Jahrhundert. Bei Vollreife sieht er aus wie mit Fett eingeschmiert, so schön, dass man ihn malen möchte ... und er fühlt sich auch so an, durch die sortentypische Schutzwachsschicht.




    Rendel
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #2 - am: 06. August 2009 um 16:55 »
    Wow - beeindruckend! Laß' sie Dir schmecken!

    Liebe Gartengrüße von Rendel

    Maria Zauberfee
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #3 - am: 06. August 2009 um 21:30 »
    Schon seit vielen Jahren stellt der
    "Apfelpapst Hans-Joachim Bannier" (hier Artikel von ihm über alte Obstsorten)
    aus Bielefeld beim Obsttag in einer Baumschule um die Ecke (in Lünen) alte Apfelsorten aus und so konnte ich schon viele fotografieren - guckt Ihr hier
    Alte Apfelsorten im Bild
    (leider funktionieren die Links zur Bezugsquelle im Moment nicht - ich arbeite dran) oder noch mehr hier auf der Webseite der Baumschule

    Es stehen immer Schlangen von Leuten an, die von Herrn Bannier ihre Äpfel bestimmen lassen - und so hab ich das auch mal mit meinem Apfelbaum gemacht - ist auch ein alter, war bloß zu schusselig, mir den Namen zu notieren

    Übrigens - die nächste Veranstaltung dort ("Obstober" - zusammengesetzt aus Obst und Oktober )ist am 11.10.!

    Liebe Grüße
    Maria Zauberfee

    riesenweib
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #4 - am: 06. August 2009 um 21:37 »
    mmmh, vor allem der erste apfel von Coras dreien ('Roter Mond') schaut zum anbeissen aus.

    Ich ziehe an alten sorten Champagnerrenette und 'Cox Orange Renette' (trägt alternierend, wie ich schneiden muss fürs jährliche tragen hab ich noch nicht heraussen). Letztere ist würziger. Klarapfel ist wohl noch nicht so alt?

    Lg

    Maria Zauberfee
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #5 - am: 06. August 2009 um 21:57 »
    Klarapfel bei Wikipedia - doch, ist alt!

    Liebe Grüße
    Maria Zauberfee

    rocambole
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #6 - am: 07. August 2009 um 08:38 »
    Hier sind auch noch einige alte Sorten dabei, mit Bild und Beschreibung.

    Maria,

    das ist ja interessant, dann könnte ich ja mal den Apfel unserer Nachbarn bestimmen lassen ...

    LG Irene

    Dornrose
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #7 - am: 07. August 2009 um 10:40 »
    Interessant! Mein "Großväterchen" wird von unserem Florist-Meister als "Wohlschmecker"
    bezeichnet. Nach der Beschreibung hier trifft das meiner Meinung nach nicht zu.
    Ein alter Mann auf dem Wochenmarkt bezeichnete ihn als "Mannhagener", eine Sorte aus dieser Gegend.
    Typisch soll sein: sehr frühe Reife, ganz geringe Haltbarkeit, sehr saftig mit süß-säuerlichem frischen Geschmack. Das trifft zu.
    Foto folgt, wenn er ganz reif ist und typisch aussieht. Vielleicht kennt einer diese Sorte.
    In dieser Aufzählung konnte ich ihn nicht entdecken.

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #8 - am: 07. August 2009 um 11:44 »
    Mein Lieblingsapfel unter den Alten ist neben dem Roten Herbstkalvill die noch sehr weit verbreitete, aber tatsächlich uralte Goldparmäne. Sie ist nicht unempfindlich, aber die großen, schönen, gut lagerfähigen Früchte schmecken nussig-aromatisch-süß. Ein Streuobstbaum steht auf einer meiner Lieblingsstrecken gen Felsberg, da sammele ich mir immer einmal im Jahr die Satteltaschen voll. Habe die Sorte aber auch selber im Garten, alter, verhutzelter, schlecht erzogener Baum vom Vorpächter, der nicht der Schneidekünstler vor dem Herrn war. Auch der HOCHSTAMMklarapfelbaum (Zucker für die Regenwürmer) ist von ihm ... wen wunderts!

    Pflanzt NIEmals Klarapfel als Hochstamm, lohnt nicht, bei nicht lagerfähigen Sommeräppeln.

    Ich genieße jeden Herbst mein Ritual, überall meine Lieblingsstreuobstbäume abzuklappern, um die Winterlagervorräte aufzustocken.
    Selbstverständlich nur unverpachtete Bäume - in den meisten Gemeinden stehen Streuobstbäume, die man für ein paar Euro pachten und damit alljährlich beernten kann, kenntlich durch Namens- oder Nummerschilder. Das nur für alle hier mal vorbeischauenden Nichtgärtner.

    Petra
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #9 - am: 07. August 2009 um 12:09 »
    äpfel äpfel äpfel

    wir haben einen uralten riesigen winterapfel im garten, bildet sehr schöne rote äpfel aus, die nach dem ersten frost geerntet werden, sie sind sehr lange lagerbar - im frühjahr ist dieser baum ein blütenteraum - leider weiss ich den tatsächlichen namen nicht, er wird wohl ähnliches alter wie unser häusle haben.
    vor 12 jahren hab ich cox orange und noch eine bekannte sorte auf halbstamm gesetzt, seit ein paar jahren tragen sie zufriedenstellend, heuer im nassen jahr sind die äpfel schon etwas schorfig, gehört allerdings wohl mit zur sorte dazu, man könnte wohl dagegen spritzen, aber das tu ich mir nciht an, nun denn essbar sind deswegen trotzdem - müsste ich heute nochmals die 2 bäume pflanzen, würde ich wieder hochstämme nehmen, denn unter halbstämmen zu mähen oder gar einen sitzplatz zu nehmen, gestaltet sich als schwierig - hab allerdings gut reden, da ich mehr oder weniger platz habe - bei weniger platz würde ich wohl auch auf halbstämme gehen.

    auf der streuobstwiese haben wir um/über 30 apfelbäume - halb - und hochstämme, rein optisch betrachtet, mag ich die hochstämme viel lieber, sind eben richtige bäume und keine bonsais, anderseits muss ich zugeben die niedrigen halbstämme lassen sich einfach abernten und beschneiden - fast alle äpfel auf dieser wiese sind sehr lange lagerbar - wir haben meist bis märz an unseren eigenen äpfel.
    viele der halbstämme erreichen nun wohl auch leider das ende ihrer tragezeit nach guten 45 jahren

    heuer will ich versuchen die passenden namen zu finden, aber leider sehen sich auch äpfel teilweise sehr ähnlich - falls ich die namen nicht finden sollte, auch nicht so schlimm.

    ich war letztens auf einer veranstaltung bzgl. obstanbau, da wurde gesagt, eigentlich sind die hochstämme robuster, langlebiger und ich denke, da ist etwas dran, viele halbstämme beginnen, je nach unterlage und sorte, zwischen 30-50 jahren abzusterben, ein obstbaum auf hochstamm wird viel viel älter - aber heutzutage bei den oft kleineren gärten setzen sich natürlich halbstämme immer mehr und mehr durch.

    ebenso wichtig damit die äpfel lange lagerbar sind = der passende lagerplatz, heutzutage auch eine kleine schwierigkeit bei den isolierten und warmen kellern.

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #10 - am: 07. August 2009 um 14:49 »
    To be precise:
    Blühende, fruchtende, große Bäume sind da, wo das GEHT, ökölogisch, praktisch etc. als Hochstamm immer die beste Wahl.
    Aber wo es eben n i c h t geht, z.B. im kleinen Garten, oder z.B. da, wo man im mittelgroßen Garten Apfelsorten s a m m e l n will, oder z.B. bei solchen Gärtnern, die einfach nicht so viele Äppel futtern wie beispielsweise ich, ist die schwächere Unterlage angesagt... vor allem bei weniger gut lagerfähigen Sorten.
    Ich wüsste zum Beispiel jetzt auch nicht wohin mit zentnerweise Rotem Herbstkalvill, der ist nämlich nur etwa 5 Wochen lagerfähig.

    Streuobstwiesenbesitzer:
    Wow, toll, weiter so.
    Gartenbesitzer und -pächter:
    Wenn ihr gleich mehrere alte Sorten anbauen wollt - zur Erhaltung der genetischen Vielfalt, zum SichDranWieBlödFreuen, zum Staunen für die Kinder was es alles für dolle Äppel giwwet, für die Gesundheit, für die Gartenschönheit und aus welchen anderen Gründen auch immer, sind Halbstamm und robuste Buschformen eine gute Lösung.
    Relativ kleinbleibende Unterlagen benutzt z.B. "Pflanzlust" bei Wolfhagen, nicht alle, aber viele der teilweise uralten Sorten, die die anbieten, gibt es auch als kleiner bleibende Bäume - für all jene, die nicht gleich eine ganze Obstwiese anlegen können.

    Aber: Allzu schwach wachsend sollte die Unterlage grad´auf schwerem Boden nicht sein, und auch für Spaliere sind etwas stärkere besser. Ich bereue z.B., meinen Königlichen Kurzstiehl als Buschbaum gekauft zu haben - der ist so pienzig und winzig, ich hab noch kein Dutzend Äppel von dem geerntet.

    Petra
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #11 - am: 07. August 2009 um 15:14 »
    cora du hast es gut, wenn du nur die bäume abklappern musst uns bleibt an 365 tage auch noch die pflege der wiese und der bäume will sagen: mähen, schneiden, kontrollieren, "aufräumen" vor wild schützen, ggfs. mal wasser schleppen

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #12 - am: 07. August 2009 um 15:26 »
    Jou, do host a reschd.
    Ich entschuldige mich hiermit in aller Form bei allen Süddeutschen für das stümperhafte Nachgeäffe ihres schönen Dialektes, den ich sehr schätze, aber nur äußerst schlecht spreche. Schreibe. Spreche und schreibe.

    Der Rote Herbstkalvill spielt Weihnachtsbaum

    Mit einem Namen, der so ein ganz kleines bißchen wie eine zwar fantasievolle, aber doch recht ordinäre Beleidigung klingt, einem wirklich doofen Synonym und einer Optik, die an einen plattgedrückten grünen Boskoop erinnert, hatte der käselaibförmige "Königliche Kurzstiehl" Syn. Käsapfel trotz super Geschmack und top Lagerfähigkeit nie wirklich eine Marktchance .....

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #13 - am: 08. August 2009 um 11:17 »
    Goldparmänen muß man seeeehr spät ernten, sonst schmecken sie grasig. Viele Äppel entwickeln auf dem Lager ihren Geschmack, manche brauchen auch schon am Baum etwas länger ... Zum ersten Mal seit Jahren habe ich viel Schorf an der Goldparmäne und viel Monilia am Klarappel, die anderen sind zum Glück okay.

    Übrigens, Irene? Kennst du Apfelmärkte? In vielen Regionen werden sie veranstaltet, und eine besondere Gaudi ist auch dort das Bestimmen Lassen unbekannter Sorten - wie wärs, mach mit deinem Nachbarn im Herbst einen Ausflug zu einem solchen Markt.

    Maria Zauberfee
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #14 - am: 08. August 2009 um 21:24 »
    Zitat:
    Kennst du Apfelmärkte?

    Hab diese Woche eine Menge davon in meinen Terminkalender eingefügt - nach "apfel" suchen...

    Liebe Grüße
    Maria Zauberfee

    rocambole
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #15 - am: 09. August 2009 um 09:24 »
    Cora, Maria: danke! Bei uns in der Nähe wären die Norddeutschen Apfeltage in Ammersbek ...habe es mir notiert, weiß aber nicht, ob ich dieses Jahr hinkomme.

    LG Irene

    Louise
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #16 - am: 09. August 2009 um 09:27 »
    Cora, tolle Bäume hast Du da!!! Ich habe bisher nur einen Red Boskop und der ist ja nicht wirklich spektakulär. In Planung ist aber noch die alte hessische Sorte "Dietzels Rosenapfel", aber da muss ich erstmal meine gesamte Gehölzplanung abgeschlossen haben

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #17 - am: 11. August 2009 um 13:12 »
    Ich hab keine tollen Bäume, Louise, ich kann nur gut fotografieren

    Hier siehst du mal, wie winzig der Rote Mond in Echt ist.
    Ist - übrigens!! - das gestreifte Japanschilf nicht herrlich (Miscanthus chinensis Zebrinus, nicht zebrinus strictus, das ist hässlich)?
    Nur das Wetter ließ zu wünschen übrig. Übrigens hält die kleine Myrtenaster im Dippen (Kasselänerisch: "Gefäß") die Stellung, bis meine kleine, Historische Birne kimmet .... Doppelbusch, Clapps Liebling und Gute Graue.
    Aber sach ma, du bist auch Hessin? Lust, dass wir uns ma aufm Naumburger Appelmarkt treffen?

    Louise
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #18 - am: 11. August 2009 um 19:51 »
    Cora, aber das Bäumchen trägt schon ganz schön - Neid!!!!

    Ja, Hessin - aber wie Ringelblume auch eher aus dem Frankfurter Umland, da ist Kassel/Naumburg schon nen Stück wech

    Cora
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #19 - am: 12. August 2009 um 12:10 »
    Das trägt jedes Jahr so super, der Rote Herbstkalvill alle zwei Jahre. Nicht als Buschbaum sollte man wie gesagt z.B. den Königlichen Kurzstiehl pflanzen. Die Unterlagen bei mienm Historischen Spalier etwa sind alle stärker - tragen dann natürlich auch erst später. Hier, die erste noch sehr mickerige Augusternte:

    Bild sieht trotzdem schön aus, fand ich
    Geändert von Maria Zauberfee (15.05.2013 um 15:47 Uhr)
    Herzliche Grüsse

    Hansjürg

    Der Dumme rennt los, der Kluge wartet ab, der Weise geht in den Garten (Tagore).

  2. #2
    Admin Avatar von lipp
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    Dornrose
    Re: Alte Apfelsorten
    « Antworten #20 - am: 12. August 2009 um 23:15 » Nachricht einem Moderator melden » Zitieren
    Mein "Großväterchen" kann da aber gut mithalten: krumm und gestützt trägt er jedes Jahr !
    Er scheint doch der "Wohlschmecker" zu sein. Endlich hat er einen Namen bekommen, der auch wirklich zutrifft. Da er viele Äpfel abwirft, koche ich täglich Apfelmus und friere ein, für "Notzeiten"!
    Herzliche Grüsse

    Hansjürg

    Der Dumme rennt los, der Kluge wartet ab, der Weise geht in den Garten (Tagore).

  3. #3
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    Apfel - Vermehrung durch Kern???

    Moin moin liebe Gartenfreunde,
    mein Sohn und ich haben in einem verwilderten Gartengelände einen Apfelbaum entdeckt mit wunderbar, riesigen, duftenden Früchten. Wir haben die Reste abgeerntet und weil wir die Apfelsorte trotz langen Suchens nicht im Internet entdecken können, haben wir einer Pomologin zwei Früchte zugesandt. Die nette Antwort kam promt: es handelt sich um den "roten Gravensteiner", einer, wie sie sagte, legendären, alten Sorte. Unsere ganze Wohnung duftet nach diesen Früchten und der Geschmack wird durch das Lagern eher noch besser. Natürlich warten wir jetzt auf die Ernte im nächsten Jahr und werden den Standort des Baumes nicht verraten ;-)). Jetzt fragte mein Sohn, ob man von den Apfelkernen einen Baum der Sorte "roter Gravensteiner" selbst ziehen kann... Konnte ich ihm nicht beantworten. Vielleicht könnt Ihr mir einen Tipp geben, ob und wie es funktioniert. Würde dieses schöne Experiment gerne mit meinem Sohn wagen ;-)
    einen herzlichen Gruß von der Küste

  4. #4
    Moderator(in) Avatar von Guda
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    AW: Vermehrung durch Kern???

    Leider klappt die Samenvermehrung nicht, Elfe! Wie bei den meisten anderen Pflanzen, die durch Kreuzung entstanden sind, spalten auch hier die Sämlinge in viele ihrer Vorfahren auf; möglicherweise gibt es auch eine ähnliche Sorte wie "Dein" Gravensteiner oder etwas ganz wunderbares Neues, was den Apfelmarkt revolutioniert.
    Um eine solche Auslese treffen zu können, sollte man aber einen Vergleich zwischen paar hundert Sämlingspflanzen ziehen können. Du brauchst dazu das nötige Land, viele Jahre, bis die Bäumchen tragen.........

    Viel einfacher ist es, von diesem Baum Reiser zu schneiden und sie einer Obstbaumschule zu schicken, die auch auf Bestellung veredelt. Wenn Du Glück hast, kann man auch auf kleinwüchsige Unterlagen veredeln, die in heutigen Gärten wachsen können.
    Eigentlich müsste die Pomologin Dir eine Adresse geben können.

  5. #5
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von ringelblume
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    AW: Vermehrung durch Kern???

    Ich habe vor ein paar Jahren aus nostalgisch-melancholischen Beweggründen die Reiser eines Apfelbaumes auf eine Unterlage veredeln lassen, das hat gut geklappt und war nicht teuer. Neuer Baum aus alter Sorte, wächst prima.

  6. #6
    Moderator(in) Avatar von rocambole
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    AW: Vermehrung durch Kern???

    Eggert macht das jedes Frühjahr ...

  7. #7
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von ringelblume
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    AW: Apfel - Vermehrung durch Kern???

    Wenn Irene Eggert in die Runde wirft - meine Veredelung hat der Artländer Pflanzenhof gemacht.
    Also die Veredelung des Apfelbaumes

  8. #8
    Admin Avatar von lipp
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    AW: Apfel - Vermehrung durch Kern???

    Oder wenn Du in einem OGV (Obst- und Gartenbauverein) bist - die machen das oft.

    Bei uns wird einmal im Jahr, um Ende Februar herum, eine Obstbaumverdedelungskation gestartet. Es werden Unterlagen von einer Baumschule beschafft. Und dann bringen die Mitglieder Edelreiser mit. Und wir propfen sie dann selber. Der Grossteil unserer Obstbäume ist so entstanden. So eine Unterlage kostet uns ca. 1 Euro. Mit Kleinmaterial kommt so ein Baum auf ca. 2 Euro.
    Herzliche Grüsse

    Hansjürg

    Der Dumme rennt los, der Kluge wartet ab, der Weise geht in den Garten (Tagore).

  9. #9
    Administratorin Avatar von Maria Zauberfee
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    AW: Apfel (Obst) Malus

    Habe meine Apfelsortengalerie wieder erweitern können mit seltenen Apfelsorten z. B.



    Liebe Grüße Maria Zauberfee

    Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt (Chines. Sprichwort)

  10. #10
    Moderator(in) Avatar von rocambole
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    AW: Apfel (Obst) Malus

    hmmm, die sehen lecker aus - was mich daran erinnert, dass wir vom Apfelbaum des Nachbarn diesen Winter noch Reiser zum Veredeln schicken wollten ...

  11. #11
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von ringelblume
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    AW: Apfel (Obst) Malus

    Zitat Zitat von rocambole Beitrag anzeigen
    Reiser zum Veredeln
    Das ist gerade, wo ich nicht zum Garteln komme, meine allergrößte Gartenfreude: Bevor wir aus unserem alten Garten ausziehen mussten, habe ich Reiser von meinem geliebten Cox veredeln lassen: Dieses Jahr trägt der neue Baum zum ersten Mal! Und vielleicht bin ich sentimental, aber fast ist mir, als würden die Äpfel noch besser schmecken als vom alten Baum

  12. #12
    Gartenguru Gartenguru
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    AW: Apfel (Obst) Malus

    Wieder hat "Großväterchen Apfelbaum" den Winter überstanden und blüht mit seinen hundert Jahren:

    Angehängte Grafiken

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